HARTING setzt auf RFID im internen Produktionsprozess RFID@Kanban

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Die Materialzuführung für die Produktion der Steckverbindergehäuse wird bis dato über einen Kanban-Kreislauf des so genannten Toyota-Produktionssystems mit Kanbankarten geregelt. Jede Karte gibt an, welches Produkt in welcher Anzahl produziert werden soll. Die Kanbankarten werden den gefüllten Transportbehältern mitgegeben. Der volle Behälter wird mit einem Gabelstapler aus dem Produktionsbereich in das benachbarte Zwischenlager transportiert. Aus diesem Zwischenlager speist sich schließlich die Endmontage, die die HARTING Steckverbinder fertig stellt.

Derzeit werden bei HARTING die Behältergrößen verringert, um eine höhere Flexibilität in der Produktionssteuerung zu erreichen. Die Folgen davon sind jedoch ein höherer manueller Buchungsaufwand bei Warenein- und ausgängen. Die RFID-Technologie wird in diesem Abschnitt des Produktionsprozesses eingesetzt, um den erhöhten Buchungsaufwand zu verringern.

Einfaches Ermitteln der Stückzahl bei Schüttgut mithilfe automatischer RFID-Identifikation beim Wiegevorgang

Dazu wurden die Kanbankarten mit Smart-Label-Transpondern und die Transportbehälter mit robusten HARTING Ha-VIS Transpondern ausgestattet. Ein Wiegevorgang direkt nach dem Produktionsprozess dient einer exakten Bestimmung der produzierten Stückzahl an Steckverbindergehäusen. Dieser Wiegevorgang dient künftig auch der logischen Verknüpfung von Behälter und seinem Inhalt. Dazu werden die RFID-Transponder mit einem Handheld ausgelesen, die Gewichtsdaten der Waage übernommen und anschließend die Daten über WLAN zum Server übermittelt. Nur wenige Sekunden später erhält der Mitarbeiter im Display des RFID-Handhelds die vom Server ermittelte Stückzahl der Gehäuse im Behälter.

RFID-Identifikation am Gabelstapler ermöglicht automatisches Buchen der Warenbewegungen

Um die Buchungen im Zwischenlager zukünftig automatisch durchzuführen, wurde der Gabelstapler mit zwei Ha-VIS Readern ausgerüstet. Auf der Gabel selbst wurden zwei Antennen positioniert, die sich mitbewegen. Ein Abstandssensor am Gabelstapler schaltet die beiden UHF-Antennen ein, sobald ein oder mehrere Behälter geladen werden. Erst wenn der Gabelstapler in das Lager gefahren ist, wird über WLAN die Wareneingangsbuchung durchgeführt.

Durch die automatische Identifikation der Behälter mittels RFID können Warenbewegungen im Lager jetzt elektronisch gebucht werden.

RFID eKanban Lösung