Integration in der Zukunft - In Richtung Industrie 4.0

Integration in der Zukunft - In Richtung Industrie 4.0

Derzeit erschweren proprietäre Protokolle und spezifische Treiber die Integration der Automatisierungswelt. Dies ist ein Hindernis in Hinblick auf die Umsetzung von Industrie 4.0 und erschwert die Integration mit Blick auf Kosten und zeitliche Aufwände. OPC-UA bietet als Kommunikationskanal die Chance ohne Treiberprobleme die Kommunikation zwischen zum Beispiel RFID Reader, SPS Steuerungen und Anwendungen (machine-to-machine, M2M) herzustellen, und dieses vom „shop floor“ (Sensor, SPS) bis zum „top floor“ (SAP).

Die Vorteile von OPC-UA im Überblick:

  • Senkung der Integrationskosten, indem nur eine gängige Architektur für den Zugriff auf Informationen genutzt wird
  • Verschlüsselung / Sicherheit / Zertifikate: Zugriffe über Firewall und Internet
  • Plattformunabhängigkeit (Linux, Windows XP Embedded, VxWorks, Mac, Windows 7)
  • Serviceorientierte Architektur
  • Daten, die ein OPC-UA Server, zum Beispiel ein RFID Reader, liefern kann, können durch den Client „erbrowst“ werden, das heißt der Client muss nicht a priori wissen, was der Server kann, sondern kann dieses abfragen

HARTING steht in bester Tradition für „connectivity“ und das Etablieren von Standards. Somit passt OPC-UA genau in die HARTING Strategie: ein offener Standard wird genutzt, um verschiedenste Systeme und Maschinen sicher und zuverlässig zu verbinden.

Da HARTING verstärkt die Integration von Auto-ID Applikationen in SAP Systeme unterstützt, ist das SAP Modul SAP Plant Connecitivity (PCo) sehr interessant. Dies ist die SAP-seitige Implementierung eines OPC-UA Clients. Dieser Client kann nun ohne weitere Programmierung die RFID Daten des RFID Readers erfragen, da der RFID Reader einen OPC-UA Server (Prototypen) anbietet.

Genauso kann eine Beckhoff SPS mit dem standardmäßig mitgelieferten OPC-UA Client ebenfalls die Daten des RFID Readers abfragen und verarbeiten. Somit ergibt sich eine schnelle und einfache Integration, unabhängig davon, ob die RFID Daten auf SPS oder SAP Level benötigt werden.

Diese Interoperabilität, das heißt Einfachheit und gleichzeitige Flexibilität, wird durch die SOA Architektur von OPC-UA zusammen mit dem zugrunde liegenden Datenmodell erreicht. Im Bereich RFID ist hier allerdings noch einiges zu tun. Es gibt für die Codierung der Information auf dem RFID Transponder den sogenannten EPC Standard– electronic product code. Wenn ein Kunde eine weltweit einmalige EPC Nummer nutzen möchte, kann er diese – wie beim Barcode – bei der GS1 reservieren. Allerdings nutzen verschiedene RFID Reader verschiedene proprietäre Protokolle, um diese Informationen des RFID Transponders abzufragen.

Hier geht HARTING gemeinsam mit der GS1 und der OPC Foundation erste Schritte, um die Integration von RFID mittels OPC-UA noch einfacher, schneller, und damit kundenfreundlicher zu gestalten.