13. November 2012

Kooperation der Hauptschule Waldschule mit HARTING gewinnt neue Partner hinzu

Ehemalige und aktuelle INPUT-Teilnehmende zusammen mit den Projektverantwortlichen

Drei Jahre nach ihrem Beginn zieht die Initiative „INPUT“ eine positive Bilanz: die individuelle Berufsfähigkeit und Ausbildungsreife von Hauptschülerinnen und -schülern wurden umfassend gefördert.

„Wir haben ein gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut und bei der Vermittlung unserer Teilnehmenden in Ausbildungsberufe eine hervorragende Quote von 70 % erreicht“, so der Studien- und Berufswahlkoordinator der Hauptschule Cord Bekemeyer.

Unter dem Motto „Fit für die Ausbildung“ war das Förderprojekt für Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Waldschule Espelkamp 2009 in Kooperation mit der HARTING Technologiegruppe und der Bezirksregierung Detmold ins Leben gerufen worden. Heute sind mit dem Hotel Dreimädelhaus und dem Altenpflegeheim „Haus Vier Eichen“ zwei weitere Partner dabei, die den Teilnehmenden ein breites Spektrum an potenziellen Berufsbildern bieten. Dabei bekommen diese nicht nur durch Praktika und Seminare praktische Einblicke in den Berufsalltag und Informationen rund um das Thema „Bewerbung“, sondern werden auch intensiv bei dem Erstellen ihrer Bewerbungsunterlagen unterstützt und auf Gespräche vorbereitet. „Die Teilnehmenden können mir zu jeder Zeit ihre Bewerbungsunterlagen schicken, die ich dann mit ihnen durchgehe und korrigiere“, erklärt Anke Peper vom Hotel Dreimädelhaus.

Simon Dick und Roman Bechtstedt, heute Auszubildende bei HARTING, haben die Möglichkeiten genutzt, die INPUT ihnen bietet. „Wir konnten bei HARTING einen Tag pro Woche Praxiserfahrung, zum Beispiel beim Feilen, sammeln und haben aufgrund unserer guten Leistungen das Angebot bekommen, uns für einen Ausbildungsplatz zu bewerben“, erklären sie. „INPUT ist ein Projekt, das beiden Seiten Vorteile bietet. Unternehmen können potenzielle Azubis kennenlernen und sich einen ersten Eindruck von ihren Fähigkeiten verschaffen. Außerdem können die Schülerinnen und Schüler in Berufe hineinschnuppern und ausprobieren, ob sie zu ihnen passen. Aktuell lernen bei HARTING fünf ehemalige Projektteilnehmer in drei verschiedenen Berufsrichtungen “, meint Nico Gottlieb, Ausbildungsleiter bei HARTING.

Simon Dick und Roman Bechtstedt sind sich einig, dass sich der Mehraufwand zusätzlich zum Schulalltag gelohnt hat, und können INPUT nur weiter empfehlen. „Das ist ein weiterer positiver Aspekt, den wir feststellen“, ergänzt Cord Bekemeyer. „Die Teilnehmenden werden Multiplikatoren für ihre Klassenkameraden. Sie geben ihre Erkenntnisse und Erfahrungen weiter, so dass alle davon profitieren können.“ Dass INPUT ankommt, beweisen auch die Teilnehmerzahlen. Diese sind von zehn im Jahr 2009 auf aktuell 18 gestiegen. „Sowohl die Noten als auch die Bereitschaft der Eltern, ihre Kinder bei dem Projekt zu unterstützen, spielen bei der Auswahl der Kandidaten eine Rolle. Wir erwarten Motivation und Leistungsbereitschaft, sonst können auch Teilnehmende aus dem Projekt ausgeschlossen werden“, so Cord Bekemeyer.

„Die Teilnahme an INPUT ist mittlerweile so etwas wie ein Qualitätssiegel geworden“, weiß Nico Gottlieb zu berichten, „wir haben bei HARTING Anfragen von anderen Unternehmen, die sich für das Projekt interessieren. So können wir auch Schülerinnen und Schüler in Ausbildungsberufe vermitteln, die wir selbst nicht anbieten. Damit ist ein leistungsfähiges Netzwerk entstanden. Wir freuen uns, dass wir an dieser Stelle einen entscheidenden Beitrag leisten können, um jungen Menschen den Eintritt ins Berufsleben zu erleichtern.“