02. November 2011

Erfolgreicher Roboter-Einsatz im HARTING Labor

Axel Kütemann präsentiert seinen Roboter.

Für Hochtechnologieunternehmen wie HARTING ist die enge Kooperation mit Forschungseinrichtungen wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen F&E Strategie.

Dazu gehört auch eine intensive Zusammenarbeit mit regionalen Hochschulen, die darüber hinaus auch für die Gewinnung qualifizierter Nachwuchskräfte eine zentrale Rolle spielt.

Deshalb bietet die HARTING Technologiegruppe regelmäßig Studierenden die Möglichkeit, in Form von Praktika oder Abschlussarbeiten das Unternehmen kennenzulernen. Axel Kütemann hat dieses Angebot genutzt und ein halbes Jahr lang seine Masterarbeit betreut durch Projektleiter Dr. Lutz Tröger im unternehmenseigenen Labor „Corporate Technology Service (CTS)“ verfasst. Mit Erfolg, denn jetzt ist der ehemalige Student der Fachrichtung Mechatronic Systems Engineering der Fachhochschule Osnabrück als Prüfingenieur bei HARTING beschäftigt. Inhalt seiner Masterarbeit war eine „Machbarkeitsstudie eines robotergestützten, elektrischen Prüfsystems für 3D-MID Bauteile“.

Der Geschäftsbereich Mitronics der HARTING Technologiegruppe bietet eine vollständige Wertschöpfungskette für 3D-MID Technologien von der Entwicklung bis zur Serienfertigung von kundenspezifischen Produkten an. Diese kommen beispielsweise in der Automobilindustrie oder in der Medizintechnik, unter anderem bei Hörgeräten zum Einsatz. Ziel von Axel Kütemann war es, die bisherige manuelle Prüfung der Leiterbahnen auf diesen spritzgegossenen Schaltungsträgern durch eine automatisierte Prüfung zu ersetzen. Damit könnte der Zeitaufwand für die Qualitätsprüfung deutlich reduziert werden. Die Prüfung erfolgt über einen Industrieroboter, der dazu einfach zu steuern und präzise zu positionieren sein muss, um verschiedene festgelegte Messpunkte exakt zu treffen. Darüber hinaus darf er die empfindlichen Leiterbahnen bei seinen Messungen nicht beschädigen. Es galt, den optimalen Kraftaufwand festzulegen, um eine sichere Kontaktierung und damit ein sicheres Messergebnis zu gewährleisten, ohne dabei das Prüfobjekt zu beschädigen. Um das zu erreichen, setzte Axel Kütemann zwei gefederte Messspitzen an einem 6-Achsen-Roboter ein. Es gelang ihm zum Abschluss seiner Masterarbeit nachzuweisen, dass ein Roboter geeignet ist, die geforderten Messungen durchzuführen. Zukünftig wird sein System nun weiter entwickelt und das Einsatzpotenzial für andere Produktgruppen getestet.