12. Oktober 2011

OWL-Kulturförderpreis für HARTING

Landrat Dr. Ralf Niermann (l.) und die nordrhein-westfälische Ministerin für Familie, Kinder, Jugend und Kultur, Ute Schäfer (2. v. r.), gratulieren Dietmar und Margrit Harting zu ihrer Auszeichnung.

Für ihr herausragendes kulturelles Gesamtengagement in Espelkamp und der Region hat die HARTING Technologiegruppe den erstmals verliehenen OWL-Kulturförderpreis in der Kategorie „Große Unternehmen“ erhalten.

Bei der Preisübergabe im Rahmen einer Festveranstaltung in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lippe in Detmold hob der Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, Thomas Niehoff, in seiner Laudatio die vielfältigen kulturellen Aktivitäten der Technologiegruppe und des Unternehmer-Ehepaares Dietmar und Margrit Harting hervor. „Die Preisvergabe an HARTING war eine weise Entscheidung der Jury“, sagte Niehoff und nannte beispielhaft für die herausragenden kulturellen Leistungen des Global Player die Unterstützung der Kirchenmusik und der Kantorei der Thomaskirche, die Stiftung einer Skulptur vor dem Gotteshaus, die maßgebliche Finanzierung der Modernisierung und Sanierung des Neuen Theaters, ohne die ein weiterer Spielbetrieb unmöglich gewesen wäre, sowie die viel beachteten Gastspiele des renommierten Berliner Ensembles mit seinem Intendanten Claus Peymann.

Bereits zweimal sei HARTING auch Gastgeber des Literatur- und Musikfestivals „Wege durch das Land“ gewesen. Durch ihren „sehr persönlichen Einsatz“ als langjährige Vorsitzende der Philharmonischen Gesellschaft habe sich Margrit Harting zudem um die Nordwestdeutsche Philharmonie verdient gemacht. Mit der von dem Schweizer Stararchitekten Mario Botta entworfenen Zentrale der HARTING Deutschland GmbH & Co. KG in Minden sei es zudem gelungen, „Kultur und Ästhetik zu verbinden, auch wenn man ein Vertriebsgebäude errichtet“, unterstrich Niehoff. HARTING habe damit „ein zukunftsweisendes Beispiel von Unternehmen-Architektur im 21. Jahrhundert“ geschaffen. Kultur gehöre bei HARTING zur Unternehmensphilosophie, erhöhe die Attraktivität des Unternehmens und fördere die Identifikation mit dem Standort. „Und all dies geschieht aus tiefer gesellschaftlicher Verantwortung und großer Zuneigung zur Kultur“, so Thomas Niehoff.

Dietmar Harting, persönlich haftender Gesellschafter der HARTING Technologiegruppe, hob die Bedeutung der Kultur als prägenden Faktor hervor. Sie trage bei zum Erfolg eines Unternehmens und steigere die Anziehungskraft des Firmensitzes: „Denn wir kämpfen um die Mitarbeitenden, die wir hier brauchen, um weiterhin erfolgreich zu sein“. Die generalbevollmächtigte Gesellschafterin des Familienunternehmens, Margrit Harting, bekannte sich zu ihrem leidenschaftlichen Einsatz für die Kultur („Ich bin so, und ich kann nicht anders“), die schon in ihrem Elternhaus eine große Rolle gespielt habe.

An dem erstmals vergebenen OWL-Kulturförderpreis beteiligten sich 43 Unternehmen mit insgesamt 48 Projekten. Bei der Preisübergabe in Detmold, an der auch Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl teilnahm, dankte die nordrhein-westfälische Ministerin für Familie, Kinder, Jugend und Kultur, Ute Schäfer, ausdrücklich dem Ehepaar Harting für sein Engagement. Der Wettbewerb könne der Startschuss für eine neue Marke in OWL sein, er solle verdiente Unternehmen auszeichnen und andere zum Nachahmen verführen. Provokation durch Kunst sei nötig, so Schäfer, sie schaffe Raum für Innovationen und sei nach vorne gerichtet. Dass die regionale Kultur von Unternehmen maßgeblich gefördert und unterstützt werde, sei ein gutes Zeichen für die „ganze starke Kulturlandschaft“ OWL.