07. Dezember 2010

HARTING über Rekordjahr 2008: Umsatz von 413 Mio. €

Die Unternehmerfamilie Harting

Die HARTING Technologiegruppe mit Sitz im ostwestfälischen Espelkamp hat ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen. Ein Meilenstein in der 65-jährigen Geschichte ihres Bestehens.

Das Familienunternehmen HARTING hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit einen Umsatz von insgesamt 413 Mio. € erwirtschaften können und liegt damit 27 % über dem Vorjahr. Besonders erfreulich ist, dass der weltweite Umsatz im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2008 sogar um mehr als 7 % gesteigert werden konnte.

„Diese überaus positive Entwicklung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung aller Mitarbeitenden der HARTING Technologiegruppe weltweit“, betont Dietmar Harting, Persönlich Haftender Gesellschafter, anlässlich der Bilanzpressekonferenz am 7. Dezember 2010 in Espelkamp: „Der Zusammenhalt der Kolleginnen und Kollegen und die unbedingte Identifikation mit den Bestrebungen des Managements haben uns sehr beeindruckt. Nur so konnten wir die Chancen, die sich auch in schwierigen Zeiten immer bieten, wirklich nutzen.“

Weltweite Umsatzsteigerungen – besonders starkes Wachstum in Asien und Americas

Die Lösungen von HARTING, die sich im größten Segment „Connectivity & Networks“ in drei Segmenten darstellen, werden weltweit eingesetzt. Im Bereich „Installation Technology“ entwickelt und vertreibt HARTING unter der Marke „Han“ Industrie-Steckverbinder und Installationskonzepte zur Versorgung von Maschinen und Anlagen mit Daten, Signal und Power. Im Segment „Device Connectivity“ bietet HARTING mit seiner Marke „har-“ innovative Steckverbinder zum Anschluss und zum internen Aufbau von industriellen Geräten. Ein durchgängiges Programm für Ethernet Netzwerkkomponenten und Verkabelungen über alle Unternehmensbereiche und RFID-Systeme vertreibt HARTING weltweit im Bereich „Automation IT“ unter der Marke „Ha-VIS“.
Die Anwendungsbereiche der HARTING Lösungen reichen vom Maschinen- und Anlagenbau über die Automatisierungstechnik, die Verkehrstechnik, die Energieerzeugung und -verteilung, die industrielle Elektronik, die Geräteanschlusstechnik und die Telekommunikation bis hin zur Medizintechnik und Anwendungen der Rundfunk-, Bühnen- und Veranstaltungstechnik.

HARTING konnte die Umsätze in allen Regionen deutlich steigern. Maßgeblich haben dazu positive Entwicklungen in den Bereichen Maschinenbau und Automation sowie Transportation und Energie beigetragen. In Deutschland lag der Umsatz mit 146 Mio. € fast 24 % über dem Vorjahr (2009: 118 Mio. €). In Europa ohne Deutschland stieg der Umsatz um gut 20 % auf 140 Mio. € (2009: 116 Mio. €). Deutlich stärker als in den übrigen Regionen stieg der Umsatz in Asien, wo HARTING auch im vergangenen Jahr eine Steigerung verzeichnen konnte: Mit 89 Mio. € lag der Umsatz hier um mehr als 39 % über dem Vorjahr (2009: 64 Mio. €). Sehr erfreulich gestaltete sich auch die Entwicklung in Americas: HARTING konnte mit insgesamt 37 Mio. € ein Umsatzplus von nahezu 49 % erreichen.

Innovationen für den Erfolg im Markt – HARTING Neuheiten auf allen Messen

„Der Schlüsselfaktor für unseren Erfolg im Markt sind Innovationen, mit denen wir unsere Kunden in ihrem Geschäft entscheidend unterstützen können. Um einen echten Mehrwert für unsere Kunden zu erreichen, nehmen wir bewusst neue Perspektiven ein und schaffen Neues“, betont Philip Harting, Vorstand Connectivity & Networks der HARTING Technologiegruppe.

Die Entscheidung der Familienunternehmer, trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen ausdrücklich in die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen zu investieren, um dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil zu sichern, ist vom Markt sehr stark honoriert worden. Aufgrund dieser Entscheidungen konnte HARTING auf den wichtigsten Messen dieses Jahres eine Reihe von Innovationen vorstellen, die auf größtes Interesse bei den Kunden stoßen.

Auf der light & building, der Weltleitmesse für Architektur und Technik, hat das Espelkamper Familienunternehmen im April 2010 erstmals gezielt Kunden aus dem neuen Geschäftsfeld der Gebäudeausrüstung angesprochen: Die einfache und schnelle Technologie Ha-VIS preLink® von HARTING ermöglicht die kostengünstige Installation von durchgängigen Netzwerken – und das bei hoher Zukunftssicherheit, denn preLink® ist für High-Speed-Netzwerke bis zu 10 Gigabit ausgelegt.

Ebenfalls im April hat HARTING auf der Hannover Messe als Weltneuheit den Han-Yellock® vorgestellt, der durch sichere Übertragung von Daten, Signal und Leistung, individuelle Konfigurationsmöglichkeiten, höchste Funktionalität und ein elegantes Design überzeugt. „Auf der weltweit erfolgreichen Plattform der Han®-Steckverbinder“, so Philip Harting, „haben wir eine neue Dimension der Verbindungstechnologie geschaffen. Dafür haben wir Verbindungstechnologie ganz neu gedacht.“ Für die neuen Eigenschaften wurde Han-Yellock® bereits mehrfach von der Fachpresse ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt HARTING für diesen neuen Steckverbinder Han-Yellock® den begehrten iF design award 2011.

Eine Innovation der besonderen Art ist auch der erste luftfahrttaugliche UHF-RFID Transponder, den HARTING in Zusammenarbeit mit der Lufthansa Technik Logistik, Lufthansa Systems und dem Zentrum für intelligente Objekte am Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen entwickelt hat. Der Transponder, der von der HARTING AG Mitronics, einem Tochterunternehmen von HARTING in der Schweiz und Spezialist für die 3D-MID Technologie, gefertigt wird, soll für die dauerhafte Kennzeichnung von Flugzeugbauteilen eingesetzt werden. Mit dem Tag können erstmals Bauteile gekennzeichnet werden, die sich auch außerhalb der Flugzeugkabine befinden. Die dabei verwendete Technologie ermöglicht eine kontaktlose Funk-Identifikation eindeutiger Gerätedaten über eine Distanz von mehreren Metern.

Eine weitere Innovation hat HARTING auf der diesjährigen electronica präsentiert: har-flex ist ein Geräte-Steckverbinder, der konsequent aus der Perspektive der Leiterplatte entwickelt wurde. Das Ergebnis ist eine flexible, platzsparende und robuste Lösung in SMT-Technik für unterschiedlichste Board-to-Board und Board-to-Cable Applikationen, die dem Trend der Miniaturisierung Folge leistet.

Auch auf der SPS/IPC/DRIVES haben die Innovationen von HARTING überzeugt. Die Fast Track Switching Technologie, die 2009 für den Hermes Award nominiert wurde, kann nun in die PROFINET Automatisierungssoftware integriert werden. In der Kombination mit dem PROFINET I/O Stack wird aus dem Fast Track Switch ein echtes PROFINET Device.

Sehr viel Aufmerksamkeit schenkt HARTING der Entwicklung von Zukunftstechnologien. Im Bereich Elektromobilität kooperiert HARTING mit dem Energiekonzern RWE, der die Forschung und Entwicklung in diesem Bereich maßgeblich vorantreibt und eine flächendeckende Infrastruktur mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge aufbaut. Bei seinen „Tanksäulen der Zukunft“ setzt RWE auf HARTING als Partner für zuverlässige Steckverbindertechnologie. Die HARTING Ladekabel für Elektroautomobile und die entsprechende Schnittstelle für die Ladesäule überzeugen mit einer einfachen Handhabung durch progressives Industriedesign, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit.

Deutlicher Personalaufbau – Mehr Auszubildende – Ausbau der Technologiekompetenz

Die positive Entwicklung der HARTING Technologiegruppe zeigt sich auch anhand des deutlichen Personalaufbaus, den das Unternehmen innerhalb des vergangenen Jahres vollzogen hat. Zum 30.09.2010 beschäftigte das Unternehmen weltweit 3.174 Mitarbeitende und damit 235 Personen oder 8 % mehr als ein Jahr zuvor (2009: 2.939 Mitarbeitende). Diese Zahlen lassen sich wie folgt aufschlüsseln: An den Standorten Espelkamp und Minden beschäftigt HARTING insgesamt 1.741 Personen, im Ausland sind es derzeit 1.433 Personen.

Für das laufende Geschäftsjahr ist ein weiterer Personalaufbau in einer Größenordnung von etwa 7 % geplant, der sowohl im Mühlenkreis als auch an den ausländischen Standorten des Unternehmens stattfinden soll.

Die gute Entwicklung des Unternehmens fußt auf der engagierten Mitarbeit aller, davon zeigt sich Margrit Harting, Generalbevollmächtigte Gesellschafterin, überzeugt: „Wir haben eine ausgezeichnete Mannschaft, das gilt für unsere Zentrale in Deutschland, das gilt aber gleichermaßen auch für unsere Mitarbeitenden in den mittlerweile 32 Landesgesellschaften. Alle haben die notwendigen Maßnahmen, die wir 2009 ergreifen mussten, mit getragen und sich mit ihrer ganzen Kreativität und einem ungeheuren Leistungswillen dafür eingesetzt, dass es wieder aufwärts geht.“ Als Dank für dieses Engagement und die Solidarität hat das Unternehmen schon Mitte dieses Jahres eine Sonderzahlung an alle Mitarbeitenden ausgezahlt, die anstehenden Lohnerhöhungen vorgezogen und bereits im Oktober 2010 in Kraft gesetzt.

Eine fundierte Ausbildung, die den Grundstein legt für die erfolgreiche berufliche Laufbahn, ist dem Familienunternehmen HARTING besonders wichtig. Deswegen bildet das Unternehmen seit mehr als 60 Jahren junge Menschen aus. Die Zahl der Auszubildenden ist dabei kontinuierlich gestiegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat HARTING insgesamt 81 Auszubildende auf ihren Beruf vorbereitet, im Geschäftsjahr 2010/2011 wird diese Zahl noch einmal deutlich erhöht. Mit 37 Auszubildenden in den gewerblichen, 27 in den kaufmännischen und 27 in den technischen Berufen werden insgesamt 91 Berufsanfänger ihre Laufbahn bei HARTING beginnen. Die Güte der Ausbildung bei HARTING genießt berechtigt einen hervorragenden Ruf. Immer wieder werden Auszubildende von HARTING für ihre weit überdurchschnittlichen Leistungen ausgezeichnet. In diesem Jahr wurde Hendrik Oestreich, der nun Fachinformatiker mit Fachrichtung Systemintegration ist, als einer von 229 Besten des gesamten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen geehrt – insgesamt wurden in diesem Jahr 80.000 Auszubildende aus 131 Berufen von der IHK geprüft.

Exzellenzinitiative bei HARTING – „Hervorragende Serienfertigung“ – Ehrungen für die Familienunternehmer Margrit und Dietmar Harting

HARTING setzt auf Exzellenz. Die kontinuierliche Weiterentwicklung steht nicht nur im Bereich der von HARTING angebotenen Lösungen und Produkte im Vordergrund. Auch die internen Prozesse sind beständig Gegenstand von Verbesserungsinitiativen. Seit einigen Jahren existiert daher ein Programm zur kontinuierlichen Verbesserung: HARlis, das „HARTING Learning and Improvement System“. Dass diese internen Bestrebungen erfolgreich sind und sich auch objektiven Beurteilungen stellen können, hat die Auszeichnung von HARTING im härtesten Benchmark Wettbewerb der produzierenden Industrie in Deutschland gezeigt. Die Fertigung der HARTING Electronics wurde im Wettbewerb „Fabrik des Jahres / GEO 2010“ als Kategorie-Sieger „Hervorragende Großserienfertigung“ gekürt. Der Wettbewerb zeichnet produzierende Unternehmen aus, die den hohen Bewertungsmaßstäben in den Bereichen Wirtschaftlichkeit, Agilität, Qualität, Innovation, Wertgenerierung und Kundenzufriedenheit in vorbildlicher Weise entsprechen und eine exzellente Drei-Jahres-Entwicklung vorweisen können. Nach der Auszeichnung der Vertriebsgesellschaft HARTING Deutschland GmbH & Co. KG im Rahmen des Ludwig-Erhard-Preises 2010 ist dies eine weitere Bestätigung für die Qualität der Prozesse und das hohe Engagement aller bei HARTING.

Besonderer Einsatz zeichnet vor allem die Unternehmer Margrit und Dietmar Harting aus. Für ihr beispielhaftes und langjähriges Engagement in der Stadt Espelkamp und in der Region Ostwestfalen wurden sie im Dezember 2009 mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt Espelkamp ausgezeichnet. Von Espelkamps Bürgermeister Heinrich Vieker wurde dabei besonders hervorgehoben, dass das Ehepaar weit über das Unternehmertum und die Rolle als Arbeitgeber hinaus reicht. Als Mäzene, Förderer und durchaus auch kritischer Partner der Stadt Espelkamp haben sie die Entwicklung der Region entscheidend mitgestaltet und mitgeprägt.

Eine weitere Auszeichnung erhielt das Unternehmen HARTING für die besonderen Leistungen bei der Förderung von Frauen im Betrieb, bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für die intensiven Bemühungen, junge Menschen, vor allem Frauen, für die technischen Berufsbilder zu interessieren. Im Februar 2010 wurde dem Unternehmen dafür von der Fachhochschule Osnabrück und der Stadt Osnabrück der Wirtschaftspreis „Professionelle 2010“ verliehen.

Dietmar Harting wurde im November eine der höchsten akademischen Auszeichnungen zuteil: Für seine herausragenden Verdienste um die nationale und internationale Normung, sein erfolgreiches unternehmerisches Wirken und sein vielfältiges Engagement in Staat und Gesellschaft hat die Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Leibniz Universität Hannover Dietmar Harting mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. In seiner Laudatio sagte Prof. Dr.-Ing. Ernst Gockenbach vom Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik, Dietmar Harting habe seine großen Fähigkeiten zum zielstrebigen Ausbau des Unternehmens wie auch zum beispiellosen Einsatz für die Normung genutzt. „Dies ist ohne vergleichbares visionäres Vorbild und von großer Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft.“

Im Dezember 2010 wurde Dietmar Harting zudem von der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (DIN|DKE) mit der DKE-Nadel in Gold ausgezeichnet. Damit ist der Unternehmer, der zum Ende des Jahres nach zwölf Jahren aus seinem Amt als DKE-Vorsitzender ausscheidet, nun Ehrenvorsitzender – eine Auszeichnung, die erstmalig in der Geschichte der DKE vergeben wurde. „Mit dieser Auszeichnung möchten wir uns für das jahrelange Engagement von Dietmar Harting bedanken und seine herausragenden Leistungen bei der zukunftsorientierten Gestaltung des deutschen Normungssystems würdigen“, so Dr.-Ing. Bernhard Thies, Sprecher der DKE-Geschäftsführung.

Weiteres Wachstum anvisiert – Ideenschmiede eingeweiht – Kundennutzen im Fokus – hohe Investitionen im Geschäftsjahr 2010/2011

Die positive Entwicklung des Unternehmens soll auch im jetzt laufenden Geschäftsjahr weiter fortgesetzt werden. Voraussetzung dafür, so Unternehmer Dietmar Harting, sind Kundenorientierung, Wettbewerbsfähigkeit und selbstkritische Flexibilität. „Wettbewerbsfähige Produkte, die sich an den Bedürfnissen der Kunden orientieren und schon heute den Anforderungen von morgen entsprechen, sind unser Potenzial für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft. Mit der Einweihung unserer Ideenschmiede in Rahden in diesem Jahr haben wir unserem hohen internen Anspruch Raum und Rückhalt gegeben. Aber auch unsere anderen Entwicklungsbereiche arbeiten mit Hochdruck an immer neuen und innovativen Lösungen.“ Um weiterhin Innovationstreiber im Markt zu sein, wird HARTING auch im kommenden Jahr erhebliche Ressourcen für Forschung und Entwicklung zur Verfügung stellen und die entsprechenden Investitionen vorantreiben. Geplant sind Aufwendungen für Investitionen und Forschung und Entwicklung in Höhe von mehr als 70 Mio. €. „Wir investieren bewusst in den Ausbau von Technologien. Dabei ist es uns besonders wichtig, unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und in dieser Hinsicht ein Vorbild für die gesamte Industrie zu sein. Wir haben uns viel vorgenommen“, fasst Dietmar Harting auf der Bilanzpressekonferenz der HARTING Technologiegruppe am 7. Dezember 2010 in Espelkamp zusammen.

Wachstum 2010