29. November 2006

PK SPS 2006

„Einer fürs Ethernet“ - mit dieser Botschaft zeigt das Unternehmen HARTING seit der letzten SPS/IPC/DRIVES seine Kompetenz für Ethernet-Systemlösungen, die sowohl Funktions- als auch Installationsanforderungen gerecht werden.

Der Durchbruch ist offensichtlich: Zur SPS/IPC/DRIVES haben HARTING und Cisco 16 weitere international tätige Unternehmen aus der Automatisierungstechnik zur Demonstration einer lange erwarteten Tatsache mobilisiert: Standard Ethernet nach IEEE 802 in der Industrie ist Realität. Dabei existiert die Automatisierung in den Ausprägungen Anlage und Maschine nicht als separate Welt, sondern ist eingebettet in ein Netzwerk aus Office IT und der Infrastruktur des Industriegebäudes. Automatisierung ist daher ganzheitlich für das gesamte Unternehmen zu sehen.

„Das offene Ethernet nach Standard IEEE 802, wie wir es aus dem Office kennen, ist das, was die Industrie eigentlich will, und es geht ja auch. Weil sich dieser Standard aufgrund seiner technologischen Offenheit an die Anforderung der Applikation anpasst und weiterentwickelt. Doch ein ganzheitlicher Anspruch muss auch allen Installationsanforderungen in sämtlichen Automatisierungsapplikationen gerecht werden. Hier setzt HARTING mit seinen Konzepten der Connectivity und Infrastrukturkomponenten zur optimalen Vernetzung im Industriegebäude, in der Anlage und in der Maschine neue Maßstäbe“, stellt Dietmar Harting fest. „Dieser offene Ethernet-Standard wird die proprietären Feldbussysteme durch eine einheitliche Ethernet-Technologie ablösen“, ergänzt Bernd Griessmayer von Cisco Systems.

Und ein Blick in die Zukunft zeigt, was Automation IT für Cisco bedeutet: Cisco bietet heute mit seiner strategischen Offensive „Unified Communication“ für die Office Welt unter einem Dach: Voice-over-IP, Mail, Video und Konferenztechnik via Standard-Ethernet. Diese Produkte werden morgen direkt in der Fabrik, auf Maschinenlevel, genutzt. Dazu ein Beispiel: Unsere Voice-over-IP-Telefone werden zukünftig direkt an der Maschine montiert und können als ein ganz normaler Ethernetteilnehmer die Aufgaben der traditionellen HMI’s als Multifunktionsgeräte übernehmen.
Der Vorteil: Wichtige Maschinen-Informationen können so als definierbare Key Performance Informationen (KPI’s) direkt am Telefon und in Echtzeit überall innerhalb eines Unternehmens angezeigt werden – das ist ein Teil von Automation IT.

HARTING und Cisco Systems wissen, dass sie bei der produzierenden Industrie offene Türen einrennen. Endlich gibt es die Lösung, die alle erwartet haben. Jetzt haben diejenigen entschieden, die für ihre Kunden an der bestmöglichen Automatisierungslösung arbeiten. Für die Mitaussteller auf dem Gemeinschaftsstand Automation IT löst sich nun ein Problem: erstmals sind ihre Produkte zu einem großen Ganzen kompatibel. Bisher mussten sie sich in Teillösungen integrieren lassen. Jetzt sind sie konform für alle Anwendungen.

Die Ethernet-Netzwerk-Funktionen Switching, Management, Security und QoS sind Stand der Technik und auch für industrielle Applikationen nutzbar. Neue Funktionen werden für Standard Ethernet permanent weiterentwickelt und in den Standard aufgenommen. „Der Markt und die Kunden wollen eine Switch-Technologie vom Office bis in die Maschine, ein Management vom Office bis in die Maschine, eine Netzwerk-Security vom Office bis in die Maschine – plus die passenden Echtzeitfunktionen plus die Möglichkeit, in Zukunft auch in der Fabrik Anwendungen wie VoIP oder Video zu nutzen“, fasst Bernd Griessmayer von Cisco zusammen.

Die Firma Murrelektronik beteiligt sich an der technischen Weiterentwicklung von Automation IT auf der Feldebene. Klaus-D. Arndt, Sprecher der Murrelektronik legt dabei besonderen Wert auf den Punkt Zukunftsfähigkeit in Bezug auf Installation und Connectivity. Die Installationskonzepte, die in Halle 7A präsentiert werden, zeigen erstmalig die problemlose Einbindung von einfachen Sensoren/Aktoren, z. B. über das neue IO-Link-Protokoll oder die Einbindung von intelligenten Sensoren/Aktoren über das neue hybride HARTING Installationskonzept mit Standard-Steckverbindern der Varianten 4 und 14.

Rüdiger Gilbert von Schneider Electric sieht sich bestätigt: „Ethernet spielt für uns bereits seit Jahren eine wichtige Rolle in der industriellen Kommunikation. Und im Jahr 1998 haben wir mit „Transparent Factory" einen verstärkten Trend ausgelöst, der die Durchdringung der Fertigung mit Ethernet bis in die Feldebene zum Ziel hat. Dabei haben von Anfang an Standard-Ethernet-Komponenten eine wichtige Rolle gespielt, wie sie auch in der Bürowelt zum Einsatz kommen – allerdings adaptiert für die Anwendung im industriellen Umfeld, was die Spannungsversorgung und die Umgebungsbedingungen angeht. Dass Echtzeit mit Standard-Ethernet funktioniert und gegenüber dem klassischen Feldbus große Vorteile bietet, hat unser Engagement bei Ethernet-E/A bewiesen. Darüber hinaus sehen wir mit diesem offenen System, dass wir unsere Automatisierungstechnik in einer ganzheitlichen Unternehmenslandschaft schnell und problemlos integrieren können. Das Produktprogramm von Schneider Electric ist für die Nutzung im internationalen Automatisierungsmarkt konzipiert und kann zudem abhängig von der Automatisierungsaufgabe durch Produkte anderer Geräteanbieter jederzeit ergänzt werden. Automation IT ist in unserem Sinne ein weiterer Schritt in die richtige Richtung und rundet das Angebot mit passender Installationstechnik und Connectivity ab.“

Ernst Klees, Geschäftsführer von Kerpen CTI, dem Systemanbieter für passive LAN-Netzwerke, fügt für den Bereich Gebäudeinfrastruktur hinzu: „Unsere Kunden, die wir seit Jahren bei der Vernetzung von Gebäuden umfassend beraten und die unsere Lösungen einsetzen, fragen immer mehr auch weiter reichende Lösungen z. B. zur Einbindung von Außeninstallationen und Industrienetzwerken nach.
Durch die Zusammenarbeit mit HARTING sind wir jetzt noch besser in der Lage, unseren Kunden Antworten und Produkte für solch umfassende Netzwerklösungen anzubieten.
Das Konzept des Vario Keystone bietet darüber hinaus eine höchst kosteneffiziente Möglichkeit das Netzwerk auf gestiegene Bandbreitenanforderungen vorzubereiten.“
Gemeinsam mit HARTING können wir, wie auf dem Automation IT-Stand präsentiert, eine zukunftsfähige Ethernetstrukturverkabelung für das Industriegebäude anbieten.

Wenn Ethernet die Kommunikationslösung für alle Prozesse eines Unternehmens ist, so die Botschaft von Automation IT, dann sind die Lösungen für alle Applikationen aufzuzeigen. Diese Lösungen sind einerseits am Funktionsumfang festzumachen und andererseits - da besteht der Unterschied zum Office – an den richtigen Installationssystemen für die unterschiedlichen Applikationen in Gebäuden, Anlagen und Maschinen. Zur SPS/IPC/DRIVES zeigen HARTING und Cisco, wie eine ganzheitliche Lösung für die Industrie aussieht: ein Ethernet-Netzwerk, das für alle Applikationen die richtige Installationstechnik und für jede Automatisierungsaufgabe den richtigen Funktionsumfang liefert. Damit wird das Automatisierungssystem integraler Bestandteil einer Standard Ethernet-Lösung nach IEEE 802.

„Von Automation IT werden alle profitieren, vom Sensor/Aktor-Produzenten bis zum Automobilhersteller. Jeder kann sein individuelles Geschäftsmodell davon ableiten und Wachstum generieren“, ist sich Dietmar Harting sicher. In der Tat ist die gemeinsame Leistung der beiden Technologieführer HARTING und Cisco einzigartig: Kein anderer Anbieter und keine andere Kooperation auf der SPS/IPC/DRIVES vermag das Thema Ethernet in dieser Ganzheitlichkeit darzustellen und auch zu realisieren. Der Gemeinschaftsstand Automation IT in Halle 7A ist der Beweis für die Realisierbarkeit des ganzheitlichen offenen Ethernets für alle Applikationen, ohne dass man gleich Nutzergruppen oder Vereine gründen muss.

Zur Zusammenarbeit HARTING – KERPEN CTI im Bereich Verkabelungssysteme

Kundennutzen steht im Fokus

Nürnberg, 28. November 2006.
HARTING, der Spezialist für Ethernet-Connectivity und Vernetzungen und KERPEN CTI, der Systemanbieter für passive LAN-Netzwerke aus der Leoni Gruppe, werden ihre Marktaktivitäten im Bereich der universellen Industrie-Netzwerke bündeln.

Der Kundennutzen steht dabei klar im Vordergrund. Ziel der Zusammenarbeit im Bereich strukturierte Netzwerkverkabelung ist, durch das Bündeln der Kompetenz beider Firmengruppen einen Mehrwert und damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für die Kunden zu generieren.

In einem sich rasch ändernden Markt- und Technologieumfeld, getrieben durch den wachsenden Einsatz von Ethernet, erwarten die Kunden innovative und gleichzeitig praxisnahe Lösungen für ihr Netzwerk. Das Zusammenwachsen von Office IT-Netzen und den Ethernetlösungen in der Industrie sowie der Automatisierung verlangt nach einer einheitlichen Netzwerkinfrastruktur, die allen Anforderungsprofilen gerecht wird.

Rainer Schmidt, Leiter Produktmanagement für passive Netzwerke bei HARTING: „Ganzheitliche Netzwerklösungen bieten dem Kunden die Möglichkeit, seine Prozesse durchgängig zu gestalten. Der Netzwerkaufbau vereinfacht sich und die Infrastruktur wird geöffnet für die unterschiedlichen Anwendungen, so wie sie heute benötigt werden. Das schließt neben den Automatisierungsprotokollen auf Basis Ethernet auch IP basierte Datendienste, Videoanwendungen und Sprachdienste mit ein. Der Kunde spart Kosten bei Aufbau, Betrieb und Wartung seiner Infrastruktur bei gleichzeitig längerer Nutzungsdauer. Das sind Vorteile, die sich ganz klar in geringeren Kosten widerspiegeln.“

HARTING hat diese Markterfordernisse rechtzeitig erkannt. Als führender Anbieter von Netzwerklösungen im Industriebereich hat HARTING von Beginn an auf offene Lösungen gesetzt und die Standards in diesem Bereich vorangetrieben. Mit der HARTING PushPull Steckverbinderfamilie hat HARTING die hardwaretechnische Basis für eine offene Verkabelung geschaffen. Die internationale Standardisierung hat das PushPull-Interface als optimale Lösung erkannt und in der ISO/IEC24702 als Kernstück der generischen Verkabelung im IP65/67-Umfeld weltweit festgeschrieben.

Kompetente Beratung und innovative Lösungen für das Gesamtnetzwerk vom IT-Bereich im Office mit nahtlosem Übergang in den Industriebereich stehen auch für KERPEN CTI im Vordergrund. Ernst Klees, Geschäftsführer von KERPEN CTI: „Unsere Kunden, die wir seit Jahren umfassend beraten und die unsere Lösungen einsetzen, fragen immer mehr auch weiter reichende Lösungen z. B. zur Einbindung von Außeninstallationen und Netzwerken in Industrie– und Automatisierungsumgebung nach. Das Konzept des Vario Keystone bietet auch dafür eine höchst kosteneffiziente Möglichkeit das Netzwerk auf gestiegene Bandbreitenanforderungen vorzubereiten. Durch die Zusammenarbeit mit HARTING sind wir jetzt noch besser in der Lage, unseren Kunden Antworten und Produkte für solch umfassende Netzwerklösungen anzubieten.“

Umfassende Netzwerklösungen vom Office bis zum Sensor sind auch das Schwerpunktthema von HARTING und seinen Partnern auf der diesjährigen SPS in Nürnberg. HARTING und KERPEN CTI zeigen hier praktische Lösungsmöglichkeiten für die einheitliche Netzwerkinfrastrukturen, welche auch auf dem Automation IT – Stand in Halle 7A zu sehen sind. Die Vorteile der Zusammenarbeit werden hier auf einen Blick erfassbar, da der Kunde das Zusammenwachsen der Netzwerke live erleben kann.