24. November 2006

Wegweisende Technologieorientierung

Der passive RFID-Transponder HARfid LT 86 (HT) hat den Hermes Award 2006 gewonnen. Mit 3D-MID-Verfahren kann HARTING Mitronics jetzt Richtantennen mit integriertem RFID-Chip aufbauen, die eine Anwendung in rauer Industrieumgebung ermöglichen.

HARTING SmartCon Ethernet Switches erlauben jetzt erstmals weit über 100 Konfigurationsoptionen. Die Produkte werden z. B. in der Fabrikautomatisierung genutzt.

Die HARTING Technologiegruppe setzt mit dem Han® PushPull neue Standards im Bereich der Automatisierung und Verkabelung in der Linientopologie.

HARTING konnte weltweit einen Umsatz von 313 Mio. EUR erwirtschaften und damit im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 17,2 % realisieren (Vorjahr: 267 Mio. EUR).

HARTING wächst zweistellig

Die HARTING Technologiegruppe mit Stammsitz in Espelkamp, Ostwestfalen, hat Ende September 2006 ihr Geschäftsjahr 2005/2006 abgeschlossen (Stichtag 30.9.2006). HARTING konnte weltweit einen Umsatz von 313 Mio. EUR erwirtschaften und damit im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 17,2 % realisieren (Vorjahr: 267 Mio. EUR).

Im vergangenen Jahr hatte ein deutlicher Einbruch des Geschäftes mit Tabakwaren-Verkaufssystemen zu Umsatzrückgängen geführt. Durch eine konsequente Neuausrichtung der HARTING Technologiegruppe konnte dieser Umsatzrückgang mehr als kompensiert werden. Mit der Fokussierung auf das Marktsegment Connectivity & Networks mit den Schwerpunkten Industrie, Telekom und Medizintechnik hat das Unternehmen zu Beginn dieses Jahres die Weichen für die Zukunft gestellt.

Der Geschäftsbereich Transportation bleibt einer der Hauptmärkte des Unternehmens HARTING. Der Europäische Dachverband der Bahnindustrie (UNIFE) hat einen internationalen Qualitätsstandard entwickelt, der die weit verbreiteten allgemeinen Qualitätsforderungen des Qualitätsstandards ISO 9001 mit zusätzlichen Anforderungen der Bahnindustrie vereinigt. Als weltweit erstes Unternehmen erhielt HARTING im Mai 2006 das neue Qualitätszertifikat IRIS (International Railway Industry Standard) zu diesem neuen internationalen Qualitätsstandard. Die neue Norm wird von allen großen Bahnherstellern anerkannt und stellt die derzeit strengsten Qualitätsforderungen an Zulieferunternehmen. „Das IRIS-Zertifikat beweist, dass HARTING Verbindungslösungen für die Bahnindustrie auf höchstem Niveau entwickelt und produziert. Im Mittelpunkt steht für uns, alle Kundenanforderungen und -erwartungen bis hin zum Endverbraucher zu erfüllen“, erklärt Dietmar Harting.

Ausgehend von der jahrzehntelangen Erfahrung in der elektronischen Steckverbindungstechnik erschließt sich das Unternehmen sukzessive neue Geschäftsfelder und bietet beispielsweise in der industriellen Kommunikation und der Energievernetzung schon heute ein komplettes Infrastrukturangebot für Industrial Ethernet an. „Der Ansatz Automation IT beweist, dass alle Bereiche eines Unternehmens in ein universelles und konvergentes Netzwerk integriert werden können – und das auf Basis Ethernet“, betont Dietmar Harting.

Mit der Offensive „One Face to the Customer“ hat HARTING die interne Vertriebsstruktur maßgeblich verändert und an die sich ändernden Marktgegebenheiten angepasst. Diese Umstellung beinhaltet eine Vermarktung aller HARTING-Produkte „aus einer Hand“ und erreicht damit eine verbesserte Steuerung der Kundenkontakte. Darüber hinaus vollzieht HARTING den Wandel hin zum Systemlieferanten und bietet kundenindividuelle Lösungen. Das Unternehmen berät den Kunden in dessen Entwicklungs- oder Projektierungsphase in allen Fragen der Verbindungstechnik und Vernetzung. Neben der Lieferung der passenden Komponenten übernimmt HARTING auf Wunsch auch die Entwicklung und Fertigung von Subsystemen, um die Wertschöpfung des Kunden zu erhöhen. Auch durch diese Maßnahme konnte eine Steigerung der Umsätze erreicht werden.

Durch die gezielte Integration neuer Technologien in allen Geschäftsbereichen konnte HARTING seine Position als Innovationsführer im Markt ausbauen. Für den neu entwickelten passiven RFID-Transponder HARfid LT 86 wurde das Unternehmen in diesem Jahr auf der Hannover Messe mit dem Hermes Award ausgezeichnet. Der Transponder kommt bei RFID-Anwendungen in der Transport- und Produktionslogistik zum Einsatz, wo herkömmliche, folienbasierte RFID-Transponder oder Smart Labels aufgrund der starken Beanspruchung innerhalb der Industrieumgebung nicht geeignet sind.

HARTING hat im abgelaufenen Geschäftsjahr neue Arbeitsplätze im In- und Ausland geschaffen. Die Anzahl der weltweit Beschäftigten stieg zum 30. September 2006 um 14,4 % auf insgesamt 2.434 Mitarbeiter/innen. Im Jahresdurchschnitt stieg die Anzahl der Beschäftigten um 14 % auf 2.382. Hierin enthalten ist die Übernahme von Zeitarbeiter/innen im Werk in Sibiu, Rumänien. Mit der Schaffung von 64 Arbeitsplätzen in Espelkamp und Minden ist HARTING seiner Verantwortung als einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Region nachgekommen.

Umsatzentwicklung nach Regionen

HARTING hat seine Umsätze in allen Absatzregionen deutlich gesteigert. In Europa konnte die HARTING Technologiegruppe den Umsatz von 202 Mio. EUR auf 236 Mio. EUR steigern und hat damit seine Marktposition deutlich ausgebaut. Maßgeblich hat dazu die exzellente Entwicklung im Geschäft mit Steckverbindern, Systemkomponenten und Lösungen wie Verkabelungs- und Leiterplattensystemen beigetragen. Auch dass HARTING nun verstärkt als Systemanbieter ganzheitliche Lösungen anbietet, findet im Markt eine positive Resonanz. Hier differenziert sich HARTING in einem wettbewerbsgeprägten Marktumfeld sehr deutlich von den Mitbewerbern und baut neue Geschäftsfelder gezielt aus.

In den außereuropäischen Märkten, insbesondere in Amerika und in Asien, konnte HARTING wie geplant weiter wachsen. Im amerikanischen Markt konnte HARTING im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 35 % besonders starke Wachstumsraten erzielen. Im strategischen Zielmarkt Asien vertreibt HARTING insbesondere die bewährten Produkte aus dem Industriebereich. Die Ausrichtung auf lokale Gegebenheiten, die HARTING in Asien vorgenommen hat, trug dazu bei, die dortigen Potenziale besser auszuschöpfen und führte zu einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung in Asien. Entsprechend der Bedeutung, die HARTING dem asiatischen Markt beimisst, hat das Unternehmen den Ausbau der lokalen Infrastruktur vorangetrieben. 2007 wird am Produktionsstandort Zhuhai ein neues Werk in Betrieb genommen. 2006 hat auch die neu gegründete Tochtergesellschaft in Indien ihre Tätigkeit aufgenommen.

Der Ausbau der ausländischen Märkte ist weiterhin ein strategisches Ziel von
HARTING. Seit 1979 hat das Unternehmen in die Internationalisierung investiert und verfügt heute über Tochtergesellschaften in insgesamt 25 Ländern. Die Ertragssituation des abgelaufenen Geschäftsjahres ist zufrieden stellend und gibt HARTING die Möglichkeit, auch weiterhin konsequent in die Entwicklung des Unternehmens zu investieren. Entsprechend sind die Aufwendungen für Maßnahmen zur Zukunftssicherung, wozu auch die Investitionen und die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung gehören, im Vergleich zum Vorjahr um 20,5 % erhöht worden.

Grafiken