28. August 2006

Technik aus Espelkamp begeistert beim 60. NRW-Landesgeburtstag

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (l.) und Wirtschaftsministerin Christa Thoben stehen gemeinsam mit AT-Geschäftsführer Dr. Volker Franke vor der RFID-Torwand von HARTING. Diese wurde beim NRW-Geburtstag ausgestellt unter dem Motto „60 Jahre NR

NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben beim Torschuss auf die HARTING-Torwand.

Jürgen Rüttgers und Christa Thoben demonstrieren Treffsicherheit

Ball auf den Elfmeterpunkt gelegt, Ziel fixiert, Anlauf, Schuss und . . . Tor. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zeigte sich von seiner fußballerischen Treffsicherheit ebenso begeistert wie die Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Christa Thoben. Die Beiden hatten sich am vergangenen Wochenende während der Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des Landes Nordrhein-Westfalen unter die zahlreichen Gäste in Düsseldorf gemischt. Auf der „Energiemeile“ vor dem Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie gab es Technologie aus Espelkamp zu bewundern und auszuprobieren. Die HARTING Technologiegruppe präsentierte an diesem Wochenende eine Torwand, die mit RFID-Technologie (RFID: Radio Frequency Identification) ausgestattet ist. Dr. Volker Franke, Geschäftsführer der HARTING Applied Technologies GmbH & Co. KG (AT), erklärte Jürgen Rüttgers und Christa Thoben die Technologie. Entwurf, Planung und Programmierung der Komponenten für die Torwand kommen von AT, einer Tochtergesellschaft der HARTING-Gruppe.
Neben den politischen Gästen begeisterten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher für die RFID-Möglichkeiten und testeten ihre Schussqualitäten. Bereits zum zweiten Mal nach der Hannover Messe konnte das Espelkamper Unternehmen, das wie NRW ebenfalls 60 Jahre alt ist, den Einsatz dieser Technologie spielerisch demonstrieren. „Wir haben uns im WM-Jahr bewusst für das Thema Fußball entschieden, um RFID vorzustellen“, erklärte Dr. Volker Franke. „Die Torwand bietet eine gelungene Mischung zwischen Spiel und Technik.“
Die Zielsicherheit des Schützen oder der Schützin wird per Funk gemessen. Personelle Angaben werden auf einen Chip bzw. ein RFID-Transponderetikett gespeichert und dieses auf den Ball geklebt. Bereits im Flug lesen mehrere an den Torpfosten und der -latte angebrachte Antennen die Informationen des Etiketts wieder aus und geben das Ergebnis des Schusses auf einem Bildschirm bekannt. Über diese Antennen und einen speziell programmierten Auswertealgorithmus ist es möglich, sowohl die gespeicherten Daten auszulesen als auch die ungefähre Ballposition zu bestimmen. Für ihre Treffsicherheit wurden die zielsicheren Gäste mit HARTING-Bällen belohnt.

Interessiert hörten der Ministerpräsident und die Wirtschaftsministerin, dass HARTING RFID-Technologie gezielt in der Logistik und Produktion zum Einsatz bringt. Mit einem passiven RFID-Transponder der HARTING Mitronics AG, einer Tochtergesellschaft der HARTING Technologiegruppe mit Sitz in Biel (Schweiz), wird die Nutzung der RFID-Technologie in der rauen Industrieumgebung möglich. Das Produkt funktioniert im UHF-Bereich (Ultra High Frequency) auch in der Nähe von Flüssigkeiten und Metallen. Was anhand der Torwand spielerisch demonstriert wurde wird somit im Industrieeinsatz Realität.